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Motorradtour Südfrankreich 2007
Vercors-Tour

Hinweis: Durch einen Klick auf die Bilder werden diese in einem eigenen Fenster im Format 800*600 geöffnet!

Gestern haben wir einen Ruhetag eingelegt und sind nur mit dem Auto kurz in Die gewesen. Dort findet jeden Samstag ein Markt statt, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Aber ansonsten haben wir eigentlich nur gefaulenzt.

Heute wollen wir ein bisschen durchs Vercors cruisen und, da wir ausnahmsweise ohne Gruppe unterwegs sind, zwei für uns neue Ziele ansteuern. Aus dem Grunde biegen wir kurz vor Plan-de-Baix rechts ab auf die D578 nach Omblèze. Das schmale Sträßchen führt uns durch eine enge Schlucht zu dem nur wenige Häuser großen Ort, von dem aus man einen tollen Ausblick auf den Col de la Bataille hat.

Das Sträßchen durch die Gorges d´Ombéze

Ausblick auf den Col de la Bataille

Das Sträßchen durch die Gorges d´Ombéze

Ausblick auf den Col de la Bataille

Da in Omblèze die Straße endet, drehen wir um und fahren zurück bis zur Auberge du Moulin de la Pipe. Obwohl das Restaurant sehr einladend aussieht, widerstehen wir der Versuchung und biegen statt dessen links zum Chute de la Druise ab. Druise heißt das kleine Flüßchen, das sich hier 72 Meter in die Tiefe stürzt, was wir natürlich nicht verpassen wollen.

Allerdings ist vor der schönen Aussicht erst mal klettern angesagt. Eine knappe viertel Stunde müssen wir vom Parkplatz aus einen steilen und steinigen Weg bergab folgen, bevor wir den Wasserfall zu sehen bekommen. Aber der Abstieg wird dadurch belohnt, dass man direkt bis zum Sammelbecken unter dem Wasserfall vor- dringen kann ... vorausgesetzt man ist nicht wasser- scheu! Der deutlich anstrengendere Teil des Abstechers ist der recht schweißtreibende Aufstieg zurück zum Parkplatz.

Gleich neben dem Schild ist der “Einstieg”
Gleich neben dem Schild ist der “Einstieg”

Der Weg ist zum Teil recht steil ...

... aber die Kletterei lohnt sich!

Der Weg ist zum Teil recht steil ...

... aber die Kletterei lohnt sich!

Jetzt wollen wir aber erst mal ein paar Kurven räubern und fahren über den Col des Limouches hinunter nach Peyrus am Rande des Rhone-Tals. Und von dort aus über Barbières und den Col de Tourniol wieder hinauf ins Vercors. Obwohl beide Pässe über den gleichen Höhenrücken führen, sind sie von ihrer Anlage her sehr unterschiedlich. Während die D68 über den Limouches breit ausgebaut und recht flott zu fahren ist, zeigt sich die D101 hinauf zum Tourniol zwar in gutem Zustand, ist aber recht schmal.

Blick vom Col des Limouches in Rhone-Tal

Frisch gesplittete Straße am Col de Tourniol

Blick vom Col des Limouches in Rhone-Tal

Frisch gesplittete Straße am Col de Tourniol

Bei der Abfahrt vom Col de Tourniol haben wir einen herrlichen Blick auf die aus dem 12. Jahrhundert stammende Pfarrkirche der kleinen Ortschaft Lèoncel. Die ehemals zu einem Zisterzienser-Kloster gehörende Kirche hat die Jahrhunderte ohne gravierende Eingriffe in ihre Bausubstanz überlebt und ist eigentlich einen Besuch wert. Da wir sie aber schon früher besucht haben, steuern wir zügig unser nächstes Ziel an.

Dieses stellt sich aber als bei weitem nicht so interessant heraus, wie wir uns das nach einem Blick auf die Karte erhofft haben. Schon 1925 wurde das Flüsschen Lyonne zum Lac de la Bouvante aufgestaut, um Strom zu erzeugen. Aber nach über achzig Jahren sieht die Staumauer nicht mehr sehr frisch aus und der recht niedrige Wasserstand lässt Zweifel aufkommen, ob die Turbinen noch in Betrieb sind.

SF04-108
Die Klosterkirche in Leoncel ist einen Besuch wert

Nur für schwindelfreie: die Route de Combe Laval

Nach einem nur sehr kurzen Halt geht es über den Col de la Machine zur Combe Laval. Hier ist, obwohl Sonntag ist, nur wenig los und so genießen wir die Strecke gleich mehrfach. Die Route de Combe Laval führt durch eine senkrechte Felswand und über die gerade mal kniehohe Randbegrenzung kann man an vielen Stellen ungehindert ein paar hundert Meter in die Tiefe schauen.

Nicht ganz so hoch über der Schlucht aber nicht viel weniger spektakulär verläuft die D292 von Pont-en- Royans hinauf nach Presles. Da wir uns hier schon wieder abseits der Hauptrouten durch das Vercors befinden, wundern wir uns nicht über die vierbeinigen Mitbenutzer des Sträßchens.

links: Wer die Route de Combe Laval befahren will, sollte schwindelfrei sein (oder nicht über das knie-hohe Mäuerchen schauen)

unten links: Die D292 verläuft ähnlich spektakulär

unten rechts: Mit Gegenverkehr ist auch außerhalt der Hauptreisezeit zu rechnen!

Dieses kurze (50 Sekunden)
Video kann nur einen schwachen einen Eindruck von der Combe Laval vermittelen. Am besten ist, man fährt sie selbst!

spektakulärer Abschnitt der D292

tierischer Gegenverkehr

Bei Le Fas wechseln wir auf die D31, die uns zunächst nach Malleval und dann durch die Gorges du Nan hinunter ins Rhone-Tal führt. Diesem folgen wir nur wenige Kilometer Richtung Osten. Bei Saint Gervais biegen wir auf die D35 ab, die uns, vorbei an mehreren Wasserfällen und durch den Canyon des Écouges, wieder hinauf ins Vercors bringt.

SF07-242
oben: Die tolle Strecke durch die Gorges du Nan

rechts: Die Wasserfälle auf dem Weg zum Canyon des Écouges locken auch viele Kletterer an

unten: Der Canyon selbst ist so eng, dass der Weg nach oben durch einen Tunnel geführt werden muss
Der Canyon des Écouges ist so eng, dass der Weg nach oben durch einen Tunnel geführt werden muss

die Wasserfälle auf dem Weg zum Canyon des Écouges locken auch viele Kletterer an

Die Route des Écouges bringt uns über den Col de Romeyére flott hinunter in die Gorges de la Bourne. Leider werden seit einigen Jahren die alten Naturtunnel reisebustauglich ausgebaut, wodurch die Strecke etwas an Charme verliert, trotzdem ist die Durchfahrt durch die enge Schlucht immer noch ein Muss.

Wieder in Pont-en-Royans angekommen, würden wir jetzt gerne die Grands Goulets durchfahren, die sind aber leider immer noch gesperrt. Seit einiger Zeit wird an einem Umleitungstunnel für die sehr schmale Strecke gearbeitet. Ob die Strecke nach der für den Mai 2008 vorgesehenen Fertigstellung des neuen Tunnels wieder befahren werden kann und darf, ist leider immer noch ungewiss.

Auch am Canyon des Écouges ist die Randsicherung nur kniehoch und nicht sehr Vertrauen erweckend

Das kurze (30 Sekunden) Video zeigt die letzten Kurven und Tunnel der Les Grand Goulets,

Auch am Canyon des Écouges ist die Randsicherung nur kniehoch und nicht sehr Vertrauen erweckend

Da wir eh schon wieder ziemlich spät dran sind, machen wir uns über St. Jean- en-Royans und die D70 schleunigst auf den Heimweg nach La Grange. Wie wir wieder mal festgestellt haben, kann man das Vercors auf keinen Fall an einem Tag komplett abgrasen und selbst wenn man es schon häufiger besucht hat, findet man immer wieder neue, schöne Stellen, deren Besuch sich lohnt!

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