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Motorradtour Südfrankreich 2007
Rückfahrt nach La Grange

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Zum vorerst letzten Mal genießen wir die Abfahrt von St. Leger hinunter nach Puget-Théniers. Allerdings sind wir uns sicher, dass wir hier auf jeden Fall noch mal einkehren werden. Der N202 folgen wir Richtung Westen nur bis zum Abzeig der D902, die uns, nach einem kurzen Fotostop in den Gorges de Daluis, zügig nach Guillaumes führt.

Von hier aus stehen uns zwei Wege Richtung Norden offen, der eine über den Col de la Cayolle und der andere über den Col des Champs. Wir benutzen letzteren und haben bei der Auffahrt die frisch geteerte Südrampe ganz für uns alleine. Auf der Passhöhe angekommen, genießen wir das herrliche Wetter und die göttliche Aussicht. Dabei werden wir von einem Murmeltier beobachtet, das offensichtlich kamerascheu ist. Als ich zum Fotoapparat greife, macht es sich wieselflink aus dem Staub.

Die Gorges de Daluis im Morgenlicht

Die Gorges de Daluis im Morgenlicht

Auf dem Col de Champs ...

... trifft man flinke Bergbewohner

Auf dem Col de Champs ...

... trifft man flinke Bergbewohner

Die Nordrampe des Col des Champs hält für den unaufmerksamen Biker ein paar Überraschungen in Form von recht fiefen, quer zur Fahrbahn verlaufenden Wasserablaufrinnen bereit. 2004 waren die noch durch weiße, auf den Boden gemalte Dreiecke relativ früh zu sehen. Da inzwischen die Farbe fast komplett verschwunden ist, ist jetzt erhöhte Vorsicht geboten.

In Colmars biegen wir rechts ab und folgen der D908 hinauf zum Col d´Allos. Leider führt die Strecke durch ein Wintersportgebiet, wo die Aussichten häufig von Hotelburgen und Liftanlagen verschandelt werden. Erst nachdem man an la Foux-d´Allos vorbei ist und sich die jetzt schmale Straße zur Passhöhe hinauf windet, wird es etwas besser. Und die schroffe Nordrampe läßt einen die Betonburgen auf der Südseite des Passes schnell wieder vergessen.

SF07-204

Die schroffe Nordrampe des Col d´Allos

Der Ausblick vom Col d´Allos nach Süden ...

Der Ausblick vom Col d´Allos nach Süden

Pause am Lac de Serre-Conçon

Pause am Lac de Serre-Conçon

Um Barcelonnette zu umgehen, biegen wir kurz vor der Stadt links auf die D109 ab. Die ist zwar nicht sonderlich gut in Schuß, erspart uns aber sieben Kilometer der breiten und recht viel befahrenen D900, die wir so erst bei Les Thuiles erreichen.

Da wir von der D900 schon nach ein paar Kilometern genug haben, verlassen wir sie kurz vor La Bréole, fahren hinunter zum Ufer des Lac de Serre-Conçon und legen eine ausgiebige Mittagspause ein. Eigentlich könnte man hier sogar zum Schwimmen ins Wasser gehen. Aber der Stausee hat gerade einen recht niedrigen Wasserstand und so führt der Steg vom Ufer in einem 45°-Winkel recht steil zum Wasser hinunter. Schade, eine Abkühlung würde uns sicher gut tun.

Eigentlich war ja geplant, bis Monêtier-Allemont auf der D900 zu bleiben, aber nach einem kurzen Blick auf die Karte entschließen wir uns, statt dessen über die D951 nach la Motte-du-Caire zu fahren. Wie wir bald nach dem Abzweig feststellen, war das genau die richtige Entscheidung. Den Verkehr haben wir größten Teils hinter uns gelassen und die Straße schlängelt sich zunächst über den unspektakulären Col de Sarraut und dann durch ein von Apfelplantagen geprägtes Tal . Und auch die D104, die uns über einen Höhenzug nach Monêtier- Allemont und damit auf unsere ursprünglich geplante Strecke hinüber bringt, macht viel Spaß. Der geht auf dem schmalen Sträßchen, das uns über den Col de Faye hinunter nach Serres bringt, verzugslos weiter.

Nachdem wir in Serres einen Cappuccino zu uns genommen haben, fahren wir kurz in die verkehrte Richtung. Obwohl es so etwas wie eine "verkehrte Richtung" in dieser Gegend eigentlich gar nicht gibt. Auch der Col des Tourettes oder der Col de la Fromagère würden uns unserem Ziel näher bringen. Aber wir haben uns den Col de Carabès in den Kopf gesetzt, also drehen wir um und finden nach kurzem die D27, die uns über das schmale Pässchen direkt ins Quellgebiet der Drôme und in die Ortschaft Valdrôme führt.

Auf der ganzen Strecke ist uns kein anderes Fahrzeug begegnet und da wir auch noch keine Lust auf die gut ausgebaute D93 und den darauf herrschenden Verkehr haben, entschießen wir uns, auch noch den Col de Rossas und den Col du Fays "mitzunehmen" und erst in Establet nach Norden abzubiegen. Die nach dem Col de Prèmol recht enge und sehr kurvenreiche D61 bringt noch mal so richtig Spaß, bevor wir in der Nähe von Luc-en-Diois dann auf die D93 Richtung Die abbiegen.

Apfelplantagen bei la Motte-du-Caire

Apfelplantagen bei la Motte-du-Caire

Col de Carabès

Col de Carabès

In einer Bäckerei in Die erleben wir dann noch, wie klein die Welt doch ist. Unsere in schlechtem französisch vorgebrachte Frage nach einem dunklen Brot wird im Pfälzer Dialekt beantwortet. Die junge Frau, die nach eigenem Bekunden von der Liebe in die französische Provinz verschlagen wurde, wohnte früher nur ein paar Kilometer von unserem Heimatort in der Pfalz entfernt. Wie gesagt: die Welt ist klein.

Die restlichen paar Kilometer über den Col de la Croix nach l´Escoulin sind für uns schon so etwas wie eine Hausstrecke. Da aber die Straße über den Pass sehr schmal und kurvig ist, darf ich trotzdem nicht übermütig werden. Daran erinnern mich die, zum Glück seltenen, Begegnungen mit einheimischen PKW-Fahrern, die zum Teil ohne Rücksicht auf Verluste die Kurven schneiden.

Und dann sind wir endlich wieder "daheim", denn so fühlen wir uns auf La Grange inzwischen schon. Und auch die herzliche Begrüßung durch Margarete und Thomas lässt uns so empfinden.

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