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Motorradtour Dolomiten 2008
Anreise über Penserjoch und Passo Manghen

Hinweis: Durch einen Klick auf die Bilder werden diese in einem eigenen Fenster im Format 1024*768 geöffnet!

herrliches Wetter auf dem Penserjoch
herrliches Wetter auf dem Penserjoch

Dienstag 13.Mai 2008, es ist halb zwölf, wir stehen auf dem 2214 Meter hohen Penserjoch und genießen den mit harmlosen Wolken durchsetzten aber ansonsten strahlend blauen Himmel. Aber unsere Mittagspause wollen wir doch lieber in etwas tieferen und damit wärmeren Gefilden einlegen. Also starten wir nach nur zehn Minuten wieder und fahren weiter Richtung Bozen.

Eine knappe viertel Stunde später finden wir kurz hinter der Ortschaft Weissenbach (Riobianco) ein schönes Sonnenplätzchen, packen die auf dem Brenner eingekauften „Vinschgauer“ und „Landjäger“ aus und legen eine wohlverdiente Pause ein.

Schließlich bin ich schon seit acht Uhr, mein Schwager Georg sogar schon eine halbe Stunde länger unterwegs. Getroffen haben wir uns um neun in Oberau, von wo aus wir über Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Leutasch zunächst nach Seefeld gefahren sind. Bis hierher haben wir das Gefühl es ist Wochenende oder ein Feiertag, so wenig Verkehr herrscht auf den Straßen. Den Zirler Berg hinunter und auf den Brenner hinauf ist dann zwar etwas mehr los, aber wir kommen sehr gut voran und freuen uns um kurz nach elf in Sterzing über das Schild „Penserjoch: offen“. Also nichts wie raus aus dem Verkehr und die praktisch leere, absolut trockene und saubere Straße zum Pass hinauf.

Nach der Pause geht es weiter das Sarntal hinunter nach Bozen, wo uns Temperaturen um 30 Grad und der eigentlich immer relativ dichte und hektische Verkehr erwartet. Dank GPS finden wir trotzdem recht schnell den Weg zur Talstation der ältesten Seilbahn der Welt und damit die Einfahrt zu der schmalen und kehrenreichen Straße nach Kohlern. Der Ort besteht nur aus ein paar Häusern und war zu Beginn des 20 Jahrhunderts die Sommerfrische reicher Bozener. Auch wir lassen es uns hier gut gehen, legen im Gasthof „Klaus“ (Tel.: 0471-329999) eine kurze Cappuccino-Pause ein und erfahren nebenbei, dass eine Übernachtung im Doppelzimmer inklusive Frühstück nur 25 € pro Person kosten würde.

Da wir unser heutiges Tagesziel aber noch lange nicht erreicht haben, fahren wir, vorbei an der immer wieder beeindruckenden alten Villa, hinunter nach Leifers im Eschtal. Auf dem weiteren Weg bis Auer ist zwar der Verkehr wieder etwas stärker, dafür können wir es auf der SS48 Richtung Cavalese so richtig laufen lassen. Die gut ausgebauten Kehren und die breite, trockene Fahrbahn laden förmlich zum Kurvenräubern ein.

Bei San Lugano biegen wir rechts ab und folgen der zunächst noch recht gut ausgebauten Strecke nach Altrei. Ab hier wird die Straße eng und ihr Belag ist zum Teil nicht mehr im besten Zustand. Erst als wir links auf die SS612 nach Molina abbiegen, können wir es wieder richtig flott laufen lassen.

Kurz hinter Molina bestätigt sich, dass auch der Passo Manghen befahrbar ist. Da sich das offensichtlich noch nicht allzu weit herum gesprochen hat, haben wir die Auffahrt zum Pass fast für uns alleine. Und auch im erst seit Samstag wieder geöffneten Berggasthof sind wir zunächst die einzigen Gäste. Erst bei unserer Weiterfahrt trifft noch eine etwas grössere Gruppe Motorradfahrer ein.
Trotzdem haben wir auf der Passhöhe die Gelegenheit, ganz in Ruhe die herrliche Landschaft und den imponierenden Ausblick zu geniessen sowie ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schiessen. Danach geht es flott die Südrampe des Manghen hinunter Richtung Telve.

Da es noch relativ früh ist, lassen wir das für heute geplante Tourziel links liegen und nehmen die eigentlich erst für morgen vorgesehene Strecke von Levico Terme hinauf nach Vetriolo bzw. zum Rif. Panarotta unter die Räder. Obwohl die SP11 recht gut ausgebaut ist, müssen wir die Kurven vorsichtig angehen, da zum Teil noch sehr viel Sand am Straßenrand liegt. Die SP12, die auf der anderen

die alte Villa in Kohlern
die alte Villa in Kohlern

die Hüttenwirtschaft kurz vor dem Manghen-Pass
die Hüttenwirtschaft kurz vor dem Manghen-Pass

alleine auf dem Manghen-Pass
alleine auf dem Manghen-Pass

Seite des Berges wieder hinunter nach Assizzi führt, ist zwar wesentlich schmaler, zum Glück aber auch sauberer als die SP11 und macht noch mal richtig viel Spaß.

Fast hätte ich die Querverbindung zwischen der SP228, die entlang des Lago di Levico nach Levico Terme führt, und dem Höhenrücken, auf dem die Ortschaft Tenna liegt, verpasst. Es handelt sich dabei um einen geteerten und frei befahrbaren Wirtschaftsweg, dessen Abzweig von der Straße praktisch eine Spitzkehre darstellt.
 

Blick auf die Ortschaft Tenna
Tenna liegt auf dem Höhenrücken zwischen dem Lago di Levico und dem Lago di Caldonazzo

Auf dem Höhenrücken angekommen begutachten wir zunächst das Hotel „Margherita“, das zirka eineinhalb Kilometer vor der Ortschaft mitten im Wald liegt. Da wir uns aber nach dem Essen den Ort anschauen wollen, fahren wir weiter zum Hotel „Da Remo“. Das recht neue Haus wird von einer Holländerin geführt, so dass es keine wesentlichen Sprachprobleme gibt. Allerdings ist die Küche des Hotels noch nicht in Betrieb, so dass wir mit dem einzigen Restaurant im Ort, der Pizzeria „Betti Roberto“, vorlieb nehmen müssen.

Nachdem Genuss einer recht guten und ziemlich großen Pizza unternehmen wir einen ausgiebigen Verdauungs- spaziergang und begutachten die zum Teil recht alte Bausubstanz der Häuser von Tenna und den Blick hinüber zu den Bergen, die wir morgen befahren wollen.


Nach dem Rundgang stellen wir fest, dass es nun im „Da Remo“ nicht mal mehr etwas zu trinken gibt und wir für das letzte Bier noch mal ins „Betti Roberto“ müssen. Da es für die Motorräder keine Garage gibt und auch das Frühstück keinen Lichtblick darstellt, werden wir bei der nächsten Tour wohl doch mal das Hotel „Margherita“ ausprobieren müssen.
 

Blick über den Lago di Caldonazzo
wenigstens der Blick von unserem Zimmer aus auf den Lago di Caldonazzo ist kaum zu überbieten


Der unten dargestellte Track ist bei “GPSies” abgelegt und kann hier genauer (z.B. Höhenprofil) betrachtet werden. Die Karte ist interaktiv, so dass man zwischen Gelände-, Karten- und Satelliten-Darstellung umschalten und auch den Maßstab ändern kann. Der Track kann auch in verschiedenen Formaten herunter geladen oder ausgedruckt werden.

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