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Motorradtour Dolomiten 2008
Passo di San Osvaldo, Lago di Bárcis, Forcella di Pala Barzana,
Forcella di Monte Rest, Passo di Mauria und Plöckenpass

Hinweis: Durch einen Klick auf die Bilder werden diese in einem eigenen Fenster im Format 1024*768 geöffnet!

Blick auf Longarone im Valle del Piave
Blick auf Longarone im Valle del Piave

Am nächsten Morgen sind wir wieder relativ früh auf den Beinen. Wie schon gestern ist Peter derjenige, den es als ersten nicht mehr im Bett hält. So sind die Mopeds schon beladen, als wir uns um acht Uhr am reichhaltigen Frühstückbuffet bedienen und einen ausgedehnten Plausch mit dem Wirt, der mehrere Jahre in Karlsruhe gelebt hat und daher sehr gut deutsch spricht, halten.

Nachdem wir die erstaunlich niedrige Rechnung (38 € HP p.P.) bezahlt haben, geht es zunächst durch Zoldo Alto und Forno di Zoldo hinunter nach Langarone. Dabei kommt uns eine ziemlich große Schafherde entgegen und auf den folgenden zwei Kilometern ist die Straße im wahrsten Sinne des Wortes beschießen! Ansonsten läuft die Fahrt hinunter ins Tal aber ganz flott.

Von Langarone aus fahren wir entlang des inzwischen Erto-Staubeckens und des Lago del Vaiónt hinauf zum Passo di San Osvaldo. Das wegen seiner Geschichte sicher interessante Erto-Staubecken bekommen wir kaum zu sehen, da die Straße in diesem Bereich durch eine Galerie verläuft, deren Durchfahrt mit einer Ampel geregelt ist und in der absolutes Halteverbot herrscht. Da wir nach so kurzer Zeit auch noch keine Lust auf eine Besichtigungspause haben, fahren wir flott weiter und genießen die gut ausgebaute Straße durch die abwechslungsreiche Landschaft hinunter zum Lago di Bárcis.
 

Wolken im Val Cellina

Rast im Val Cellina

Trotz der niedrig hängenden Wolken ist das Wetter im oberen Val Cellina noch sehr angenehm

Lago di Bárcis
Berge und Wolken spiegeln sich im Lago di Bárcis

Monte Rest "chiuso"!
Oben: eigentlich ist das Schild eindeutig ...
rechts: Blick vom Monte Rest nach Süden

Kurz nach dem See verläuft die Straße durch einen etwa einen Kilometer langen Tunnel, weshalb das GPS den Hinweis zum Abbiegen nach links erst anzeigt, als wir schon in den nächsten Tunnel einfahren. Dieser ist über vier Kilometer lang, und da ein Wendemanöver nicht in Frage kommt, bedeutet meine Unachtsamkeit einen ziemlich nervigen Umweg. Bei meiner nächsten Tour werde ich versuchen, schon den ersten Tunnel zu umgehen ...

Nach dem Abbiegen befinden wir uns auf der SP63, die uns über den nur 842 Meter hohen Forcella di Pala Barzana bringt. Obwohl das Sträßchen schmal und kurvenreich und sein Teer durch zahlreiche Frostaufbrüche ziemlich uneben ist, kommen wir gut voran. Vor allem, da uns auf der gesamten Strecke mal wieder gerade zwei Autos begegnen, wovon eines noch direkt auf der Passhöhe parkt. Wieder mal wird uns bewusst, wie wenig hier in der Vorsaison los ist.

Kurz nach Navarons stoßen wir auf die SS552, der wir nach Norden Richtung Ampezzo folgen und dabei den Forcella di Monte Rest (1052 m) überqueren wollen. Vor den ersten Kehren stoppt uns ein Schild mit dem Hinweis „chiuso“ nur kurzzeitig. Wir fahren weiter und begegnen direkt nach der ersten Spitzkehre einer Kolonne von Straßenarbeitern, die gerade die Blätter von der Straße blasen und fegen. Danach haben wir die relativ saubere, nicht allzu breite aber gut ausgebaute und flott zu fahrende Strecke ganz für uns alleine.

Blick vom Monte Rest nach Süden

Südrampe des Monte Rest
Die Südrampe des Monte Rest ist zwar nicht über- mäßig breit aber gut geteert

Kurz nach den letzten Kehren des Passes kommt uns eine Gruppe von bestimmt 25 Motorrädern entgegen und wir ahnen, was hier in der Hauptreisezeit los sein wird.

In Ampezzo angekommen steuern wir zunächst die Tankstelle an. Nicht nur um die Motorräder zu betanken, sondern auch um uns über die Befahrbarkeit einiger Passstraßen in der Nähe zu informieren. Der Tankwart erklärt uns in passablem Englisch, dass die Auffahrt zum Lago di Sauris möglich wäre, die Überquerung der Sella di Razzo aber nicht. Ebenso sei die Sella Ciampigotto noch wegen Schnee und Eis gesperrt. Damit ist unser Plan, durch das Val Pesarina Richtung Osten zu fahren undurchführbar geworden und wir beschließen, wenigstens zum Lago di Sauris hoch zu fahren und dort eine ausgiebige Mittagspause einzulegen.


Da es zum See hinauf grundsätzlich zwei Strecken gibt, will ich natürlich beide befahren und steuere bergauf die Strecke über den Paso di Pura an. Leider stoppt uns schon gleich nach dem abbiegen ein Schild mit einem für uns unverständlichen, ziemlich langen italienischen Text. Da wir heute keine Lust auf Experimente haben, packen wir direkt vor Ort unsere Brotzeit aus und halten Siesta.
 

Siesta kurz hinter Ampezzo

Passo di Mauris

Erst eine Brotzeit, dann eine kurze Siesta und danach die Strecke zum Passo di Mauria

Da meine beiden Begleiter am nächsten Tag bis zirka 15:00 Uhr daheim sein müssen, und wir daher heute möglichst weit kommen wollen, entschließen wir uns für einen relativ direkten Weg. Dazu fahren wir zunächst über den Passo di Mauria nach Lorenzago di Cadore, also Richtung Westen, und dann über Santo Stefano di Cadore und die Cima di Sappada (1292 m) und die Sella Valcalda (958 m) nach Paluzza, also nach Osten.

Die SS52 über den Mauria ist größtenteils in gutem Zustand und recht flott fahrbar und macht Spaß. Der Rest der oben beschriebenen Strecke ist für meinen Geschmack mit zu vielen Ortschaften gespickt, so dass das Verkehrsaufkommen steigt und wir kaum zum flüssigen Fahren kommen.

Für den Übergang nach Österreich haben wir den Plöckenpass ausgesucht. Kurz nach der letzten Ortschaft vor dem Aufstieg beginnt es wieder zu regnen und wir ziehen die Regenkombis über. Die italienische Seite des hier Passo di Monte Croce Carnico genannten Passes ist sehr gut ausgebaut und entsprechend zu fahren. Auf österreichischer Seite ist der Zustand der Straße zum Teil sehr schlecht und wir müssen etwas langsamer machen.

Frühstückspension „Das Landhaus“
Die Zimmer im “Landhaus” sind neu renoviert

Der Rest der Strecke, die wir in Österreich heute zurücklegen, ist kaum nennenswert. Nur die offizielle Umgehung der Gerlos-Mautstraße über die Pinzgauer Höhe bringt, trotz der vielen Frostaufbrüche und der damit verbundenen hoppeligen Fahrt, nochmal richtig Spaß.

In Gerlos müssen wir anhalten, da gerade eine Musikkapelle auf der Hauptstraße unterwegs ist. Georg fragt eine Passantin, ob sie weiß wo wir gut und günstig übernachten könnten und bekommt zur Antwort „bei uns!“. Und so beziehen wir kurze Zeit später unsere Zimmer in der Frühstückspension „Das Landhaus“ (Tel.: 0043/(0)5284/5278, ÜF 30 € p.P.) und nehmen danach das Abendessen im Restaurant „Jägerstüberl ein.


Der unten dargestellte Track ist bei “GPSies” abgelegt und kann hier genauer (z.B. Höhenprofil) betrachtet werden. Die Karte ist interaktiv, so dass man zwischen Gelände-, Karten- und Satelliten-Darstellung umschalten und auch den Maßstab ändern kann. Der Track kann auch in verschiedenen Formaten herunter geladen oder ausgedruckt werden.

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