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Motorradtour Südfrankreich 2007
Grand Canyon du Verdon und Côte d´Azur

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Obwohl es in der Nacht leicht geregnet hat, können wir das reichhaltigen Frühstück im Garten des Hotels einnehmen. Die Sonne strahlt schon vom blauen Himmel als wir relativ spät starten und dem Verdon bis zum Lac de Sainte Croix folgen. Leider kann man von der Straße, die von Ste.Croix-de-Verdon nach Moustiers-Ste. Marie eigentlich direkt am See entlang führt, den See nicht sehen. Der liegt nämlich eine ganze Ecke tiefer als die Straße und man bekommt ihn nur zu Gesicht, wenn man sich durch Buschwerk bis an den Rand der Klippe begibt.

Frühstück im Freien im “Le Moulin du Château”

Blick auf den Lac de Sainte Croix

Frühstück im Freien im “Le Moulin du Château”

Blick auf den Lac de Sainte Croix

Direkt nach Moustiers beginnt der Einstieg in die Verdon-Schlucht. Aber so richtig etwas zu sehen bekommen wir erst nachdem wir bei la Palud auf den, nur im Uhrzeigersinn komplett befahrbaren, "Circuit des Cretès" abbiegen. Zum Glück ist hier in der Nachsaison nicht mehr allzu viel los, so dass wir die Fahrt und vor allem die herrlichen Aussichten genießen können, und die sind im Grand Canyon du Verdon noch viel imposanter als an der Ardéche.

Der Grand Canyon du Verdon ...

... ist auch bei Kletterern beliebt

Jutta prüft die Wassertemperatur

Der Grand Canyon du Verdon ... ist auch bei Kletterern beliebt

Jutta prüft die Wassertemperatur

Nach der Aussichtsrunde geht es weiter auf der D952 bis Pont-de-Soleils, wo wir bei einer kurzen Pause die Wassertemperatur des Verdon testen. Danach biegen wir rechts ab und fahren über die "Sonnenbrücke" und vorbei an Trigance auf die Südseite der Verdon-Schlucht. Wie bei jedem unserer Besuche halten wir auch diesmal wieder an den Tunnel du Fayet, um einen Blick in die Tiefe zu riskieren.

Inzwischen hat ein böiger und zum Teil recht heftig wehender Nordwind viele Schäfchenwolken herangetragen. Da wir eh schon weit hinter unserem Zeitplan liegen, wenden wir uns nach einem letzten faszinierten Blick über den Lac de Sainte Croix nach Süden, der Côte d´Azur zu.

Eigentlich wollten wir ja über Aups fahren, aber schon nach ein paar Kilometern lockt uns die schmale D49 von der geplanten Route. Für knapp 20 Kilometer haben wir die Straße ganz für uns alleine, bevor wir in Tourtour plötzlich mitten zwischen den hier recht zahlreichen Nachsaisontouristen feststecken.

Eigentlich wäre der mittelalterliche Ort mit seiner herrlichen Aussicht, die bis hinunter nach Fréjus am Mittelmeer reichen soll, einen Stopp wert. Aber die Cafes auf dem Marktplatz sind recht voll und irgendwie behagen uns die vielen Menschen hier nicht.

Also fahren wir weiter Richtung Süden und legen unsere späte Mittagspause erst auf der D48 ein. Zwischen Weinbergen auf der einen und lichten Wäldern auf der anderen Straßenseite fühlen wir uns wohler, als auf einem überfüllten Marktplatz.

Rast am Eingang zum Tunnel du Fayet

Rast am Eingang zum Tunnel du Fayet

Ein letzter Blick auf den Lac de Sainte Croix

Ein letzter Blick auf den Lac de Sainte Croix

Typisch Südfrankreich: Weinberge und Pinienwälder

... und ein Schattenplätzchen für die Mittagsrast

Typisch Südfrankreich: Weinberge und Pinienwälder

... und ein Schattenplätzchen für die Mittagsrast


Frisch gestärkt geht es auf der kurvenreichen D558 hinauf nach la Garde-Freinet, einem im neunten Jahrhundert von den Mauren gegründeten Ort. Ob das "Massif des Maures" seinen Namen nun von den Mauren oder von dem auf seinen Höhen wachsenden dunklen Wald hat, ist uns, angesichts der tollen Straßen, die durch das Gebirge führen, ziemlich egal.

Von der N98 biegen wir auf die sehr schmale und kurvige Straße hinauf zum Col du Canadel. Der Pass ist zwar nur 267 Meter hoch, da er aber nur knapp 1,5 Kilometer Luftlinie vom Meer entfernt liegt, bietet sich von hier eine herrliche Aussicht aufs Mittelmeer. Knapp 4 Kilometer Fahrstrecke später treffen wir auf die an dieser Stelle "Corniche des Maures" genannte D559 und folgen ihr, immer dicht am Meer entlang, Richtung Osten bis nach la Croix-Valmer. Hier wechseln wir auf die D93, die uns nach Saint Tropez bringt.

vom Col du Canadel genießen wir einen herrlichen Blick aufs Mittelmeer

Vom Col du Canadel genießen wir einen herrlichen Blick aufs Mittelmeer


Während im Hinterland kaum ein Auto fährt und der Verkehr auf der Corniche durchaus erträglich ist, herrscht in Saint Tropez das reinste Chaos. Vor uns versucht ein Wohnmobil rückwärts wieder aus einer Straße heraus zu kommen, die für das Gefährt einfach zu eng ist. Dahinter stauen sich ein paar hupende Autos und dazwischen wuseln jede Menge Rollerfahrer herum. Plötzlich tut sich eine Lücke auf, wir schummeln uns an den Autos und am Wohnmobil vorbei und sind plötzlich mitten in den engen Gassen der Innenstadt. Kein Wunder, dass das WoMo den Rückwärtsgang eingelegt hat!

Kurz darauf sind wir schon auf der Hafenpromenade, die sich Fußgänger, Roller, Motorräder und Autos teilen. Da ist einhundert Prozent Konzentration gefragt, und es bleibt nur selten Gelegenheit für einen Blick auf die herrlichen Jachten, die im Hafen vertäut sind. Mit so viel Betrieb haben wir in der Nachsaison eigentlich nicht gerechnet und wollen den Menschenmassen schnell wieder entfliehen.

Das klappt aber nicht so schnell wie wir uns das vorstellen. Auf der Küstenstraße N98 von St. Tropez über Sainte-Maxime und St. Aygulf bis nach Frejus bewegen sich die Autos Stoßstange an Stoßstange nur im Schritttempo voran. Das ist der längste Landstraßenstau, den wir je erlebt haben! Wir schließen uns den Rollerfahrern an, die mit 50 km/h und mehr zwischen den in beide Richtungen stehenden Kolonnen durchfahren und sind froh, als wir bei Frejus endlich auf die viel ruhigere N7 wechseln. Die bringt uns über das Massiv de l´Esterel nach Cannes, wo wir uns auf der Küstenstraße wieder zwischen den im Stau stehenden Autos durchquetschen. Zum Glück haben wir nicht mehr allzu weit bis zu unserem Etappenziel Antibes.

Hier haben wir uns schon im Voraus das Hotel "la Gardiole" ausgesucht. Das ist zwar wieder nicht ganz billig, liegt aber auf dem Cap d´Antibes in einer sehr ruhigen Gegend. Zudem ist der Parkplatz abgeschlossen und rund um die Uhr bewacht, so dass man das Moped hier bedenkenlos abstellen kann. Die Zimmer und die ganze Anlage sind sauber und gepflegt, allerdings hat das eigentlich zum Hotel gehörende Restaurant wohl schon länger geschlossen. Fürs Abendessen müssen wir also noch einen Spaziergang einlegen, was bei dem herrlichen Wetter und den tollen Aussichten aber sehr viel Spaß macht.

Enge Gassen ...

Enge Gassen ...

... ein voller Hafen ...

... ein voller Hafen ...

... und jede Menge Touris in St. Tropez

... und jede Menge Touris in St. Tropez

Nach dem Stress der Küstenstraße: endlich wieder Ruhe!

Das Hotel la Gardiole liegt sehr idyllisch und ruhig

Nach dem Stress der Küstenstraße:
endlich wieder Ruhe!

SF07-090

Abendstimmung am Cap d´Antibes

  Das Hotel la Gardiole liegt sehr idyllisch und ruhig

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