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Motorradtour Südfrankreich 2007
Côte d´Azur und Hinterland

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öffentlicher Strand bei Antibes

Öffentlicher Strand bei Antibes

Da wir gestern über 360 Kilometer zurück gelegt haben und erst sehr spät in Antibes angekommen sind, hatten wir keine Gelegenheit mal ins Mittelmeer zu springen und uns die Innenstadt anzuschauen. Das holen wir nach einem ausgiebigen Frühstück nach. Dazu fahren wir erst mal ein kurzes Stück auf der Küstenstraße Richtung Cannes. Hier hat es öffentliche Strände, die nichts kosten und die man morgens um neun auch noch fast für sich alleine hat. Das Wasser ist zwar nicht gerade warm, aber durchaus noch badetauglich.

Allerdings halten wir uns nicht allzu lange auf, schließlich haben wir heute noch viele kurvenreiche Kilometer vor uns. Bevor wir aber Richtung Nizza durchstarten, machen wir noch einen Halt auf dem Markt von Antibes und fahren einmal über die Promenade Amrial de Grasse. Beides hätte man in Deutschland schon längst für den Fahrzeugverkehr gesperrt und wir sind froh, dass die Franzosen mit solchen Regularien nicht ganz so schnell bei der Hand sind.

Der Markt von Antibes

Promenade “Amrial de Grasse”

Der Markt von Antibes

Promenade “Amrial de Grasse”

Blick auf den Hafen von Antibes über die Promenade “Amiral de Grasse”

Blick auf den Hafen von Antibes über die Promenade “Amiral de Grasse”

Danach geht es weiter, immer auf der Küstenstraße entlang, bis nach Nizza. Auch hier fahre ich an jeder roten Ampel bis ganz nach vorne und stelle mich zur Not auf die Gegenspur, um bei Grün die vielen Autos hinter mir zu lassen. An einer Ampel stehe ich plötzlich links neben einem Polizeiauto, dessen Insassen das kollektive Fehlverhalten der Zweiradfahrer aber zum Glück nicht interessiert.

Nach einem Abstecher zum Hafen von Nizza verlassen wir die Küstenstraße und fahren über die sog. Grande Corniche (D2564) Richtung Monaco. Hier fahren wir wirklich "über den Dächern von Nizza" und die Aussichten, die sich auf die Stadt und den Hafen von hier oben aus eröffnen, bremsen unseren Vorwärtsdrang erheblich. So liegen wir schon mal wieder wesentlich hinter unserem Zeitplan, als wir bei Cap-d´Ail endlich die Küstenstraße erreichen.

Über den Dächern von Nizza

Über den Dächern von Nizza

Der Hafen von Nizza

Der Hafen von Nizza

Eigentlich wären jetzt Monaco, Monte-Carlo und Menton an der Reihe, immer im Wechsel zwischen der Küstenstraße und der Grande Corniche. Bei dem bisher vorgelegten Tempo ist das aber nicht zu schaffen. Entweder können wir unser Etappenziel nicht erreichen oder wir müssen die Casino-Meile ausfallen lassen. Da wir von Menschenmassen und Staus eigentlich die Nase voll haben, entschließen wir uns über den Col de Saint-Pancrance und den Col de la Madonne de Gorbio Richtung Sainte-Agnes zu fahren. Auf den schmalen Sträßchen ist kaum etwas los und so genießen wir die unzähligen Kurven und die herrlichen Ausblicke.

Von der schmalen Straße über den Col de la Madonne

genießen wir den herrlichen Blick auf Sainte-Agnes

Von der schmalen Straße über den Col de la Madonne

genießen wir den herrlichen Blick auf Sainte-Agnes

Unser letzter Blick auf die Cote d´Azur und Menton

Unser letzter Blick auf die Cote d´Azur und Menton

Dank GPS finden wir die Querverbindung von der D22 zur D2566 problemlos. Letztere führt uns über den Col de Castillon zunächst nach Sospel und von dort aus weiter auf den Col de Turini.

Weil jedes Jahr im Januar die Rallye Monte Carlo über diesen Pass führt, ist die Staße in gutem Zustand und die unzähligen Kehren machen irrsinnig viel Spaß! Oben auf der Passhöhe legen wir erst mal eine Mittagspause ein, verdrücken eine Portion Spaghetti und trinken einen Espresso.

Die alte Steinbrücke in Sospel (rechts)

Die alte Steinbrücke in Sospel

Eine der schönsten Stellen des Col de Turini

Eine der schönsten Stellen des Col de Turini

Danach geht es über die nicht weniger kurvige D70 zum Teil sehr flott hinunter nach La Bollène-Vésubie und weiter über die recht breit ausgebaute D2565 bis nach St. Jean la-Riviere. Die D32, die uns hinauf nach Utelle bringt, ist zunächst noch gut ausgebaut, aber kurz nach der Ortschaft wird die Straße nicht nur sehr schmal, sondern ist auch für ein paar Kilometer in relativ schlechtem Zustand. Zudem ist sie, weil zum steilen Berghang hin eine Ablaufrinne fürs Regenwasser fehlt, an vielen Stellen mit Sand und Steinen gewürzt. Nach ettlichen Kilometern ist die Straße plötzlich neu geteert, aber das Problem mit dem Sand auf der Straße bleibt bis La Tour.

Auf der Abfahrt von La Tour hinunter zur D2205 fällt mir zunächst auf, dass der Teer wirklich nagelneu ist. Kurz danach stehen wir, ohne große Vorankündigung, vor der Teermaschine. Wir werden zwar zügig vorbei gewinkt, müssen aber durch gut fünf Zentimeter tiefen, frisch vom LKW geschütteten Teer fahren. Zum Glück ist das Stück nur kurz und danach können wir die Kehren wieder genießen.

Eigentlich wollten wir ja noch Pont-de Clans und von dort aus nach Villars-sur-Var fahren, aber da es schon 16 Uhr ist, klemmen wir uns auf die N202 und streben möglichst zügig der Ortschaft Puget-Théniers entgegen. Hier biegen wir rechts ab und folgen der Ausschilderung nach St. Léger.

Unser Problem ist, dass ich mir für die heutige Übernachtung im Web eine Auberge ausgesucht habe, die am Ende einer fast 14 Kilometer langen und zum Teil sehr engen Stichstraße liegt. Wenn die Auberge zu hat oder ausgebucht ist ... Aber wir haben Glück und bekommen ein Zimmer in der Auberge du Coustet.

Wie wir schnell feststellen, haben wir damit viel Glück gehabt, da sich seit gestern eine Gruppe von acht Motorradfahrern aus dem Frankenland ebenfalls hier eingemietet hat. Wir haben das letzte freie Zimmer bekommen, und auch die Teilnahme an der Halbpension ist kein Problem. Nur der Bedienung verständlich zu machen, dass wir zwar auch Motorradfahrer sind, aber nicht zu der Gruppe gehören, ist gar nicht so leicht.

Da es erst um 19 Uhr Abendessen gibt, unternehmen wir noch einen Spaziergang und schauen uns das Örtchen Daluis und die gleichnamige Schlucht von oben an.

Blick auf La Tour

Blick auf La Tour

Abfahrt von La Tour ... Kurven ohne Ende :)

Abfahrt von La Tour ... Kurven ohne Ende :)

Das Örtchen Daluis und die gleichnamige Schlucht

Das Örtchen Daluis und die gleichnamige Schlucht

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