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Motorradtour Südtirol 2007
Tour 2 über Col di Villa, Kaiserjägerstraße und Manghen-Pass

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Auch unsere zweite Tour beginnen wir mit einem ganz kleinen Sträßchen, allerdings müssen wir erst mal runter nach Bozen und dort quer durchs Industriegebiet. Nachdem wir auch die Eisack überquert haben folgen wir in einem Kreisel der Ausschilderung nach Kohlern. Direkt nachdem wir die Talstation der ältesten Personenseilbahn der Welt passiert haben, wird die Straße sehr eng und führt zunächst durch Obstgärten, später durch dichten Wald steil bergauf.

Col di Villa

In Kohlern stehen imposante alte Villen.

Der "Ort" Kohlern, in manchen Karten als Col di Villa eingezeichnet, besteht nur aus einer Hand voll Häusern und war zu Beginn des 20 Jahrhunderts die Sommerfrische reicher Bozener. Entsprechend imposand sehen die alten Villen die hier oben stehen aus. Da aus Denkmal- und Naturschutzgründen hier oben nicht neu gebaut werden darf, hält sich der Tourismus und deswegen auch der Verkehr in Grenzen, was uns nur recht sein kann.

Kurz vor der Passhöhe erschreckt uns ein Sperrschild, welches uns aber dank des Zusatzes “Privatstraße, befahren auf eigene Gefahr” nicht von der Weiterfahrt abhält. Weil mein GPS wegen dem dichten Wald plötzlich keinen Empfang mehr hat, legen wir einen unfreiwilligen Abstecher zu einem einsam gelegenen Reiterhof, was uns aber nicht wirklich stört.

Nachdem wir umgekehrt sind, geht es wieder den Berg hinunter nach Steinmannwald an der SS 12. Auch auf dieser Seite des Berges ist das Sträßchen zum Teil sehr schmal und wegen der herrlichen Aussicht aufs Etschtal, gehen wir die engen Kehren in gemächlichem Tempo an.

Richtig Gas geben wir danach auf der SS 12 bis Auer und später auch auf der SS 48 nach Castello di Fiemme. Wobei es auf letzterer, wegen der gut ausgebauten Kehren und Kurven, viel mehr Spaß macht!

Bei Castello di Fiemme fahren wir ins Val di Cembra, allerdings erst nachdem Peter und Uli in Molina mal wieder ihre Mopeds getankt haben. Dann geht es auf der kurvenreichen SP 71 am östlichen Rand des Tals in Richtung Süden bis Sover.

Hier biegen wir gleich am Ortseingang links ab und fahren über Brusago nach Bedollo. Eigentlich hätte ich auch dort gleich wieder links den Berg hoch gemusst, da ich aber mal wieder nicht auf mein GPS hören wollte, haben wir eine kleine Extrarunde über einen Feldweg eingelegt.

Nachdem wir die Auffahrt endlich gefunden hatten, ging es flott über den immerhin 1453 Meter hohen Passo del Redebus ins Val di Fersina und auf dessen Westseite runter nach Pérgine.

Pause im Val di Cembra

Im Val di Cembra waren wir nicht die einzigen Biker!

Die Streckenführung in Pérgine hat uns trotz GPS mehrmals zum Umdrehen gezwungen. Irgendwie sind wir dann aber doch auf der SS 47 gelandet ... auf die ich aber überhaupt nicht wollte. Vielmehr sollte es auf der Westseite des Lago di Caldonazzo in die gleichnamige Ortschaft gehen. Am Ende haben wir dann aber die Auffahrt nach Centa San Nicolò gefunden und dort die SS 349 erreicht. Dieser folgen wir bis kurz hinter Carbonare und biegen dann links ab um über Lavarone den Einstieg in die Kaiserjägerstraße zu erreichen.

Dieses im Ersten Weltkrieg von österreichischen Kaiserjägern errichtete Militärsträßchen wurde in den Jahren 2002 und 2005 im oberen und unteren Bereich relativ breit ausgebaut. Der Mittlere Teil ist aber immer noch einspurig und besonders in den Tunnels sehr eng. Bei der dritten Kehre von oben wurde ein großer Parkplatz angelegt, von dem man eine herrliche Aussicht auf den Lago di Caldonazzo, den Lago di Lévico und das Val Suganà bis nach Borgo hat.

Panoramablick Kaiserjaegerstrasse

Der, in diesem Fall leider etwas vom Dunst verhangene, Panoramablick vom Kaiserjägersträßchen.

Udo auf der Kaiserjaegerstrasse
enge Kehre auf der Kaiserjaegerstrasse
Peter auf der Kaiserjaegerstrasse

Peter auf der Kaiserjägerstraße (oben)
Udo auf der Kaiserjägerstraße (oben links)
Enger geht es kaum noch! (unten links)

Der Blick von der Kaiserjägerstraße nach Osten ist durch Regenwolken so getrübt, dass wir schon befürchten, auf unserem weiteren Weg zum Manghen-Pass wieder einmal nass zu werden. Trotzdem entscheiden wir uns gegen die Regenklamotten und haben Glück. Der Regen zieht nach Südosten ab und so können wir die sowohl fahrerisch als auch landschaftlich sehr schöne Südauffahrt des Manghen in vollen Zügen genießen. Nur an einer Stelle müssen wir aufpassen, da ein paar Kälber mitten auf der Straße stehen und eher neugierig als ängstlich sind.

Nach den üblichen Fotos auf dem Gipfel fahren wir das kurze Stück zum Rifugio Manghen, das idyllisch an einem kleinen Tümpel direkt unter der Passhöhe liegt. Hier legen wir eine ausgiebige Pause ein und wundern uns über den regen Verkehr, der hier herrscht. Als wir ankommen finden wir noch reichlich Platz auf dem Parkplatz, kurz darauf ist auch das letzte Fleckchen vollgeparkt.

Rifugio Manghen

Das idyllisch gelegene Rifugio Manghen lädt zu einer ausgiebigen Pause sein.

Platz vor dem Refugio Manghen

Während wir uns stärken, werden die Motorräder von einem Almhirten aus Holz bewacht.

Auf der Abfahrt Richtung Norden ist plötzlich die Straße wieder nass was nur bedeuten kann, dass es kurz vorher hier geregnet hat. Wir haben die Pause also sehr günstig gelegt. Wären wir ein paar Minuten früher los gefahren, wären wir nass geworden.

In Cavalese müssen wir uns schon wieder auf die Suche nach einer Tankstelle begeben. Zwar gibt es hier gleich zwei davon, aber beide nehmen nur italienische Bankkarten oder Bargeld. Da Peters Vulcan es schon wieder nötig hat, Füttern wir den Automaten mit Scheinen und nehmen dann die Auffahrt zum Lavaze-Joch unter die Räder.

Rosengarten in Wolken

Rosengarten und Nigerpass sind wolkenverhangen.

Von der Passhöhe schweift mein Blick nach Osten und dort sieht es so aus, als ob es am Nigerpass heute trocken ist. Also biegen wir in Birchabruck rechts Richtung Karerpass und dort links zum Niger ab. Gleich nach der der Abzweigung legen wir einen kurzen Fotostop ein ... und kaum stehen wir, fängt es wieder zu Regnen an.

Also vergessen wir den Niger und fahren so schnell es die nasse Straße zulässt wieder nach Welschnofen zurück. Hier ist die Straße schon wieder trocken, so dass wir die Bundesstraße wieder verlassen und, über eine andere Strecke als gestern, nach Gummer fahren.

Da wir die Ausfahrt auf die SS 12 in Blumau noch in schlechter Erinnerung halten, fahren wir diesmal über Karneid hinunter ins Eisacktal. Hier kommen wir dank eines Kreisels problemlos Richtung Bozen.

Die Strecke hinauf nach Unterinn geht uns bei der inzwischen dritten Auffahrt schon sehr flüssig von der Hand. Allerdings herrscht heute im unteren Teil ziemlich viel Verkehr, den wir zwischen den Kehren erst mal überholen müssen.

Kaum auf sind wir auf dem "Moarhof" angekommen, ziehen von Norden her dunkle Gewitterwolken auf und es beginnt es auch hier heftig zu Regnen. Da haben wir gerade noch mal Glück gehabt und begießen das mit einem Bierchen. Hoffentlich bleiben wir auf der Heimfahrt morgen auch trocken!

Gewitterwolken über dem Moarhof

Erst ziehen dunkle Gewitterwolken auf und dann ...

Regen in Unterinn

... schüttet es wie aus Kübeln!

Südtirol 2007

Anreise

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Tour 2

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