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Motorradtour Südfrankreich 2007
Cians und Daluis

Hinweis: Durch einen Klick auf die Bilder werden diese in einem eigenen Fenster im Format 800*600 geöffnet!

Da wir heute vor allem die Schluchten von Cians und Daluis unter die Räder nehmen wollen, haben wir die Unterkunft für eine zweite Nacht gebucht. Zunächst will ich aber eine Strecke ausprobieren, die mir mein GPS bzw. das dazu gehörende Routingprogramm vorgeschlagen hat. Deswegen biegen wir nach der Überquerung der sehenswerten Pont de St. Léger links ab und folgen der D16 hinauf zu dem winzigen Örtchen Léouvé. Von dort aus soll es über den Col de Roua weiter gehen. Aber was "Mapsource" (und die aktuelle Kartenversion City Navigator Europe v9) als "Straße" verzeichnen, stellt sich leider als zwar gepflasterter aber leider gesperrter Weg heraus.

die Pont de St. Léger überspannt die Gorges de la Roudoule

SF07-144

hier geht es leider nicht mehr weiter ...
 
oben: Hier geht es leider nicht mehr weiter ...

links oben: Die Pont de St. Léger überspannt die Gorges de la Roudoule

links unten: Überfahrt über die recht schmale und mit Stahlplatten belegte Pont de St. Léger

Auf der Rückfahrt biegen wir links nach La Croix-Sur-Roudoule ab und landen in einer dieser kleinen Ortschaften, die wie Schwalbennester an die Berge gebaut sind. Eine Rundfahrt durch diese Ortschaften ist unmöglich, da kommt man nur per Pedes weiter. Nach einem ausgiebigen Rundgang kommen wir auf der Abfahrt ins Tal an einem Wegweiser nach "Auvare par Piste Communale" vorbei. Mich juckt es in der Gashand, aber ich habe meiner besseren Hälfte versprochen, dass wir ohne Begleitung keine Schotterstrecken mehr befahren. Also fahren wir zurück ins Tal und genießen dabei die Ausblicke. die die sich uns hier nach jeder Kehre bieten.

Die Ortschaft La Croix-Sur-Roudoule ...

oben: Die Ortschaft La Croix-Sur-Roudoule ...

rechts: ... kann nur zu Fuß erkundet werden

unten links: Die “Piste Communale” nach Auvare reizt wohl jeden Fan einer gepflegten Schotterpiste

unten rechts: Die Pont de St. Léger diesmal von der anderen Talseite aus. Wie man sieht, wird die schmale und kehrenreiche Strecke hinauf nach St. Léger auch von größeren Fahrzeugen genutzt.

... kann nur zu Fuß erkundet werden

Die “Piste Communale” nach Auvare

die Pont de St. Léger, diesmal von der anderen Talseite aus

Kehren auf der Strecke nach Pierlas

Kehren auf der Strecke nach Pierlas

Auf der N202 angekommen geht es flott bis zur Pont de Cians, wo wir links auf die D28 abbiegen, die uns zu den Gorges Supres du Cians bringen soll. Nach ein paar Kilometern lockt uns ein schmales Sträßchen rechts hinauf nach Pierlas. Die D428 windet sich in vielen Kurven und Kehren durch das enge Tal des gleichnamigen Baches. Am Ende der sieben Kilometer langen Achterbahn liegt wieder eines dieser Schwalbennester, die man nur zu Fuß erkunden kann.

Wie uns ein Schild kurz vor dem Ortseingang anzeigt, scheint das Tal gar keine Sackgasse zu sein. Über den Col de la Sinna geht es weiter nach Ilonse und ins Vallée de la Tinée. Wie wir uns selbst überzeugen allerdings über ein sehr schmales und, zumindest so weit wir es befahren haben, nur sehr sporadisch geteertes Sträßchen. Nach einem herrlichen Blick von oben auf Pierlas fahren wir wieder hinunter zum Cians und wenden uns endlich dessen Schlucht zu.

Der Abzweig zum Col de la Sinna

Blick von oben auf die kleine Ortschaft Pierlas

Der Abzweig zum Col de la Sinna

Blick von oben auf die kleine Ortschaft Pierlas

Die D28 ist breit und gut ausgebaut, so dass wir uns bald mitten drin in den Gorges Supres du Cians befinden. Und genau das ist der Unterschied zu den Daluis-Schluchten. Statt wie dort oben an der der Schlucht entlang führt hier die Straße mitten durch. Inzwischen sind fast alle engen Stellen durch Tunneldurchfahrten entschärft und leider für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Also machen wir uns zu Fuß auf den Weg und staunen einmal mehr über die Wunder, die die Natur hier geschaffen hat.

Gorges Supres du Cians

Gorges Supres du Cians

Die alte, leider inzwischen für den Verkehr gesperrte Straße durch die Gorges Supres du Cians ist die Schau

Danach geht es flott hinauf nach Beuil und über den Col Sainte-Anne und den Col de Valberg wieder hinunter nach Guillaumes. Ein paar Kilometer nachdem wir auf die D2202 abgebogen sind, signalisiert die Pont de la Mariee den Beginn der eigentlichen Schlucht. Von der ehemaligen Eisenbahnbrücke hat man einen tollen Tiefblick ... und mit einem Bungee-Seil um die Fußknöchel darf man sich sogar in die Tiefe stürzen!

Pont de la Mariee ... ein Paradies für Bungeespringer

Herrliche Einblicke in die Gorges de Daluis

Pont de la Mariee ... ein Paradies für Bungeespringer

Herrliche Einblicke in die Gorges de Daluis

Gorges de Daluis

Gorges de Daluis

Auch die Strecke entlang der Gorges de Daluis “zwingt” einen ständig zu Fotostops

Die Tunnel, von denen es auf der Strecke einige gibt, sind recht hoch und wesentlich schmäler als die in der Cians-Schlucht. Wahrscheinlich wurden sie früher ebenfalls für eine Eisenbahn genutzt. Auf jeden Fall ist die Strecke spektakulär und so lassen wir es langsam angehen und genießen die herrliche Landschaft.

Kurz hinter der Ortschaft Daluis, von der nur ein paar wenige Häuser direkt an der Hauptstraße stehen, führt eine schmale Brücke über den Vars. Der sich daran anschließende Feldweg führt zwar hinauf nach St. Léger, ist aber, wie uns die Bikergruppe aus Franken erzählt hat, nur mit einer Enduro wirklich problemlos zu befahren. Die Sportmotorräder der Gruppe konnten wohl teilweise nur schiebend durch den groben Schotter bugsiert werden.

Hier geht es theoretisch auch nach St. Léger

Hier geht es theoretisch auch nach St. Léger

Da wir nachschauen wollen, ob es das Motorradmuseum in Entrevaux noch gibt, biegen wir auf der N202 links ab. Nach ein paar Kilometern kommt die alte Steinbrücke in Sicht, die in die Stadt führt ... Touristen allerdings nur zu Fuß! Die Orientierung in den engen, verwinkelten Gassen fällt uns, obwohl das "Musée Moto" ausgeschildert ist, nicht leicht. Aber es ist noch da und, wie schon bei unserem Besuch 1993, immer noch kostenlos zu besichtigen. Allerdings gibt es inzwischen feste Öffnungszeiten, nämlich von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr.

Räumlich ist das von den Gebrüdern Lucani betreibe Motorradmuseum das wohl kleinste der Welt. Aber die zwei engen Räume beherbergen über hundert, zum größten Teil motorisierte, Zweiräder vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis in die siebziger Jahre. Es ist wirklich erstaunlich, welche Schätze hier auf engstem Raum untergebracht sind. Und wieder einmal ärgere ich mich über die viel zu lange Brennweite meiner Kamera, die in den schmalen Räumen keine wirklich guten Fotos zuläßt.

Über die alte Steinbrücke geht es in das mittelalterliche Städtchen Entrevaux, wo man ...

oben: Über die alte Steinbrücke geht es in das mittelalterliche Städtchen Entrevaux, wo man ...

rechts: ... wieder mal nur per Pedes weiter kommt

unten: Die Brüder Lucani haben in ihrem kleinen Muse de Moto viele zweirädrige Schätze angesammelt, die ich aber mit meiner “normalen” Digitalkamera (Canon PowerShot G1) leider nicht optimal einfangen kann

... wieder mal nur per Peds weiter kommt

zweirädrige Schätze im Muse de Moto in Entrevaux

zweirädrige Schätze im Muse de Moto in Entrevaux

zweirädrige Schätze im Muse de Moto in Entrevaux

Auf dem Weg zum Col de Félines eröffnet sich uns mehrfach ein herrlicher Blick auf Entrevaux und wir versprechen uns, bis zu unserem nächsten Besuch nicht wieder 14 Jahre vergehen zu lassen. Vom Félines geht es über ein schmales aber gut geteertes Sträßchen zum Col du Trébuchet und weiter Richtung la Rochette. Nach der kleinen Ortschaft wird die Straße etwas breiter, allerdings ohne dass der Verkehr nennenswert zunimmt

Blick auf Entrevaux

Das ist der einzige Weg nach la Rochette

Blick auf Entrevaux

Das ist der einzige Weg nach la Rochette

Auch auf der D17 nach Sigale kommt uns kein Fahrzeug entgegen. So können wir beim Durchbruch durch die Cime de la Cacia trotz der schmalen Straße problemlos einen Fotostop einlegen. Kurz danach kommt Sigale in Sicht, das von einem auf einem Felsen stehenden Turm überragt wird. Der ist wohl der einzige Überrest einer Burg aus dem 14. Jahrhundert und damit noch älter als der Rest des kleinen Dörfchens.

Immer wieder fasziniert uns die herrliche Landschaft

Ein sehr alter Turm überragt die Ortschaft Signale

Immer wieder fasziniert uns die herrliche Landschaft

Ein sehr alter Turm überragt die Ortschaft Signale

Eigentlich wollen wir kurz hinter Sigale rechts auf die D10 abbiegen und zum Col de Pinpinier fahren. Die Karte verspricht auf dem Weg dorthin viel Spaß. Aber wir haben den ganzen Tag über so viele Abstecher gemacht und so viele Fotostops eingelegt, dass uns jetzt die Zeit nicht mehr ausreicht. Also kehren wir schweren Herzens um und fahren auf der D17 zurück bis zur D2211, die uns über eine Hand voll Serpentinen hinunter nach Puget-Théniers bringt. Von hier aus genießen wir wieder die Auffahrt nach St. Léger und erreichen, nach gut acht Stunden und nicht mal 190 Kilometern, wieder die Auberge du Coustet.

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